GdP – Direktionsgruppe Bundesbereitschaftspolizei legt Arbeitsfelder fest Seit der Darstellung der Studie „Klartext“ im Mai haben wir uns intensiv mit den Ergebnissen für den Bereich der Bundesbereitschaftspolizei beschäftigt. Die Ergebnisse wurden sowohl mit den Vertretern aus unseren Kreisgruppen wie mit den Dienststellenleitern der Bundespolizeiabteilungen und der Direktionsleitung besprochen. Für uns gilt es zunächst festzustellen, welche Problembereiche wir mit der Direktionsleitung auf unserer Ebene konkret aufarbeiten können. Ganz wesentlich für die Berufszufriedenheit erachten wir die Gestaltung der Arbeitszeit. Hier werden wir weiter auf eine Verbesserung der Planbarkeit freier Tage, insbesondere am Wochenende, drängen. Auch für flexiblere Arbeitszeitgestaltung, ausgerichtet auf die Bedürfnisse unserer Kolleginnen und Kollegen, wollen wir die Rahmenbedingungen verbessern. Die konkrete Ausgestaltung soll dann jedoch vor Ort durch die Kreisgruppen und Personalräte in den Abteilungen auf die örtlichen Verhältnisse abgestimmt erfolgen. Unbestritten unterliegen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Bundesbereitschaftspolizei hohen Anforderungen und Belastungen. Wir müssen deutlich bessere Ausgleichsmaßnahmen schaffen. Daher wollen wir besonders im Bereich der Gesundheitsprävention Vereinbarungen mit unserer Direktion erreichen. Dabei werden wir auch versuchen, für unsere Tarifbeschäftigten und Verwaltungsbeamten Möglichkeiten für die Teilnahme am Dienstsport während der Arbeitszeit zu schaffen.
Arbeitszufriedenheit hängt stark ab von Eigenverantwortlichkeit. Zentralisierung ist ein Negativschlagwort seit Beginn der Neuorganisation in 2008. Wir möchten Reglementierungen in unserer Direktion abbauen und Eigenverantwortlichkeit für unsere Kolleginnen und Kollegen erreichen. Ergebnisorientierte Steuerung darf nicht Selbstzweck sein. Sie ist auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Es muss Transparenz über Methodik, Ergebnisse und Leitungsentscheidungen hergestellt werden.
Im Bereich der Personalmaßnahmen wollen wir auch zukünftig alle in unserer Verantwortung stehenden Möglichkeiten wie beispielsweise die direktionsinterne Tauschbörse nutzen, um heimatnahe Verwendungsmöglichkeiten zu eröffnen. Wir wollen die Interessen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch deutlich in das Personalentwicklungskonzept, das gegenwärtig im Bundespolizeipräsidium erarbeitet wird, einbringen. Dabei ist besonders die Bereitstellung von Anschlussverwendungen in der Fläche von großer Bedeutung.
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele der wichtigste Faktor für eine hohe Berufszufriedenheit. Deshalb sind Leitungsentscheidungen aus unserer Sicht auch immer darauf zu überprüfen, welche Auswirkungen sie auf diesen Aspekt haben. Verbesserungen in allen hier genannten Handlungsfeldern wirken sich regelmäßig positiv auf die Ausgestaltung familiärer und beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten aus.
Wertschätzung von Arbeit drückt sich nicht nur in freundlichen Grußworten, sondern auch in der Bewertung aus. Die Dienstpostenbewertung der Bundesbereitschaftspolizei steht in krassem Gegensatz zu dem sonst so oft geäußerten Lob für unsere vielfältige Aufgabenwahrnehmung. Hier muss auf allen Ebenen eine Angleichung an die Bewertung der Kolleginnen und Kollegen des Einzeldienstes erfolgen. Dass können wir nicht auf Direktionsebene erreichen. Wir werden uns aber deutlich in die Arbeit der Projektgruppe beim Bundespolizeipräsidium einbringen.Die Klartext – Studie zeigt weitere Handlungsfelder auf. Diese sind nicht auf Direktionsebene zu lösen. Wir möchten aber mit unseren Kolleginnen, Kollegen und den Dienststellenleitern Lösungsmöglichkeiten entwickeln und diese in die Entscheidungsprozesse im Bundespolizeipräsidium und im BMI einbringen. Über unsere konkreten Schritte werden wir hier informieren. Wir werden ebenfalls in den Personalversammlungen über Klartext und Folgen berichten und hoffen, dass wir dort noch weitere gute Ideen sammeln können.